Hella Donna im Interview – Eine Expressive-Modern-Pop- Band steht Rede und Antwort

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Übernahme des Interviews von http://mindestverzehr.de/mag/2015/02/hella-donna-im-interview-eine-expressive-modern-pop-band-steht-rede-und-antwort/

Gegründet wurde Hella Donna im Jahre 2003 vom Gitarristen Sven Hessel aus Plauen/Vogtland. Aktuell repräsentieren die Gruppe die charismatische Anika Karabas und ihre vier Musikerkollegen Sven Hessel (Guitar), René Voigt (Bass), Lars Henrik Lincke (Keys) und Christian Scherff (Drums, Backing-Vocals). Nach einer Schaffenspause startete Hella Donna 2012 wieder durch – mit neuer Frontfrau, neuem Programm und neuer musikalischer Ausrichtung.

Wie würdet ihr euch musikalisch einordnen und beschreiben?

Hella Donna sind ganz klar eine Popband. Wir lassen uns aber musikalisch nicht festlegen und so fliessen die verschiedensten Musikrichtungen (Rock, EDM, RnB, Electro usw.) in unsere Songs ein. Viel wichtiger als der musikalische Stil sind uns gute Melodien und dass unsere Songs Emotionen transportieren.

Wie seid ihr bei der Arbeit zu eurem letzten Album Unbreakable vorgegangen?

Nach dem Songwriting, welches grösstenteil individuell oder in kleineren Gruppen erfolgt entstand das neue Album in verschiedenen Studios, also quasi dezentral. Die Vocal-Parts haben wir an vier Tagen in unserem bandeigenen Studio in der Nähe von Plauen im Vogtland aufgenommen. Dort entstanden auch ein Großteil der Gitarren- und Bassrecordings. Die Keyboardspuren wurden von verschiedenen Produzenten bzw. unserem Keyboarder in ihren jeweiligen eigenen Studios aufgenommen. Lediglich zwei Songs (I Believe/ Faceless-Akustikversion) haben wir doch tatsächlich gemeinsam an einem Tag in den Zwickauer TAM Recordingstudios produziert. Prinzipiell lief bei der aktuellen Produktion sehr viel übers Internet und das im Prinzip weltweit, denn die Keyboardspuren zu „X-Ray“ und „Sugar Coated“ entstanden in London und die Rap-Parts von „Gimme Lights, Camera, Action“ erblickten in den USA das Licht der Welt. Das komplette Mixing und Mastering erfolgte dann in Berlin bei Turnstyle Mastering.

Nach welchen Kriterien geht ihr vor, wenn ihr die Singleauskopplungen aus euren Alben bestimmt?

In erster Linie koppeln wir Songs aus, die auch Chancen haben im Radio gespielt zu werden, also quasi radiotauglisch sind. Prinzipiell hat ja die Singleauskopplung die Aufgabe das Album zu promoten, also muss der Song auch stark genug sein um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Welche Ausage steckt in eurer aktuellen Single X-Ray?

Inhaltlich geht es in dem Song um das Motto „Mehr Schein als sein“. Mit dem besungenen Röntgenblick, lassen sich schnell unechte Menschen, die eine Fassade aufbauen, entlarven.

Wie sah die Kooperation mit None Like Joshua bei Gimme Lights Camera Action bei der Song- und Videoproduktion aus?

Joshua lernten wir über den Remixer und Produzent PITCHEDsenses (Eric Onder de Linden) kennen. Eric arbeitet schon einige Jahre mit Joshua zusammen und fragte ihn ob er den Rap-Part in unserem Song „Gimme Lights, Camera, Action“ übernehmen will. Aufgrund der heutigen Kommunikationsmöglichkeiten war es kein Problem auch über so grosse Entferungen gemeinsam am Song und Video zu arbeiten. Wir erklärten Joshua ziemlich genau was wir für den Song und das Video benötigen und er setzte das entsprechend um und lieferte und die Videosequenzen und Spuren via Download an. Unsere Produzenten integrierten dann Joshuas Parts in unsere Version und schon war der Song fertig!

Wie sieht eure Arbeit im Studio aus? Und wie geht ihr bei den Produktionen der einzelnen Songs vor?

Wie schon oben beschrieben arbeiten wir meist sehr dezentral und einzeln oder in kleineren Gruppen im Studio. So entstehen Demos oder musikalische Skizzen,

Roman G. | Mindestverzehr

die wir uns via Internet zusenden. In der Folge beginnt dann ein meist längerer Prozess in dem an den Songs gefeilt und gearbeitet wird. Dies auch teilweise schon mit internationalen Produzenten.

Warum  gibt es jetzt von euch mittlerweile auch Dance- und Clubremixe?

Gerade bei unseren Singles ist es uns wichtig das diese auch in den Club gespielt werden. Das funktioniert natürlich nur, wenn du den DJs auch die entsprechenden genre-typischen Mixe liefern kannst. Zusätzlich ist es immer wieder spannend zu erleben was aus unseren Songs werden kann, wenn sie durch die Kreativität eines Remixer in ein komplett anderes Genre übertragen werden.

Wie knüpft ihr die Kontakte zu den einzelnen Remixern? Habt ihr dabei eine bestimmte Vorgehensweise?

Unser Label KHB Music und unsere Produzenten haben eine grossen Pool an Remixern und diese kontaktieren wir bzw. bieten den DJs/ Remixern und Produzenten an unsere Single neu zu arrangieren. Meist erhalten wir so 20-30 Mixe aus denen wir dann die spannendsten auswählen. Vereinzelt haben wir aber auch schon öffentliche Remix-Contests durchgeführt und auch schon mal über 150 Mixe zu einem Song erhalten.

Wie versteht ihr euch untereinander? Habt ihr privat auch guten Kontakt untereinander?

Ja natürlich verstehen wir uns auch privat sehr gut, sonst würde eine Zusammenarbeit in der Band nicht funktionieren. Jeder hat natürlich auch sein eigenes Leben, Arbeit, Beruf, Partner und Kinder… aber ja wir sehen uns auch schon mal privat.

Welche menschlichen Werte sind euch besonders wichtig und was mögt ihr überhaupt nicht?

Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Toleranz sind uns besonders wichtig und die gegenteiligen Charaktereigenschaften mögen wir eher nicht!

Gab es in letzter Zeit bei euch enttäuschende Momente? Falls ja, wie geht ihr damit um?

Natürlich gib es auch mal enttäuschende Momente, das ist vollkommen klar, denn so ist das Leben. Aber insgesamt überwiegen natürlich die positiven Eindrücke unserer Bandarbeit und so kann man auch mit den kleinen Enttäuschungen und Unwegsamkeiten des Lebens gut umgehen.

Wie wichtig ist euch der Fankontakt und wieviel Fanfeedback bekommt ihr? Wie kommuniziert ihr mit euren Fans?

Das ist uns natürlich sehr wichtig, denn wir machen ja nun die Musik für unsere Fans und allen denen unsere Songs sonst noch gefallen. Feedback gibts auf vielen Kanälen. Facebook/ Twitter, via Mail oder auch die gute alte Fanpost via Brief und natürlich der persönliche Kontakt vor und nach unseren Liveshows.

Was war seit 2012 (also in eurer neuen Formation) euer schönster Moment?

Oh… das waren so viele… Aber ganz besonders hervorheben möchte ich unsere Tour 2014 durch Deutschland, Schweiz und Polen mit der britischen Band Letz Zep. Es war für uns ein riesiges Erlebnis in grossen Hallen vor genialem Konzertpublikum zu spielen. Nicht zu vergessen das ganze professionelle Drumherum, also die ganze Tourproduktion… das war einfach nur einmalig für uns. Weitere Höhepunkte waren sicher das “Wir gegen die Flut” – Open Air 2013 in Gera oder das Rock-Classics Open Air in Befort (Luxemburg) bei dem wir Revolverheld supporten durften.

Welche Zukunftspläne habt ihr? Arbeitet ihr vielleicht schon an einem neuen Album? Gibt es schon Termine für die nächsten Konzerte?

Aktuell gibt es im Jahr 2015 erst mal nicht so viel neues. Live machen wir eine Pause. Natürlich schreiben einige schon an neuen Songs und unsere Plattenfirma wird noch eineweitere Single veröffentlichen und eine Art Best of Album namens “DECADE” veröffentlichen, denn vor 10 Jahren erschien unsere erste Single “Hometown Radio”.

Wie kommuniziert ihr auf der Bühne untereinander?

Die Kommunikation auf der Bühne läuft meist über Blickkontakt. Ansonsten sind wir eine ziemlich gut eingespielte Band und kennen uns ja seit einigen Jahren.

Was war bisher das größte Mißgeschick, das euch bei einem Auftrit passiert ist?

Da ist uns zum Glück wirklich noch nichts schlimmes passiert außer mal ne gerissene Gitarrensaite oder solch kleinere Missgeschicke.

Habt ihr schon einmal das Gefühl gehabt, wegen eurer immer weiter voranschreitendem Erfolgsweg vom Boden abzuheben?

Als Musiker hast du schon hier und da mal das Gefühl der “Schwerlosigkeit”, aber wir haben ja alle Familien, Freunde und eine “normalen” Job und das erdet uns natürlich ganz schnell wieder!

Welche Meinung habt ihr zu Spotify? Und in welchen sozialen Netzwerken seit ihr zu finden?

Spotify und die ganze Streamingdienste sehen wir natürlich sehr kritisch und differenziert. Zum einem ist das Angebot prinzipiell gut und verhindert vielleicht in Zukunft illegale Downloads. Zum Anderen muss sich am Vergütungssystem dringend und schnellstens was ändern. Dazu müssen die Nutzer aber auch endlich wieder bereit sein für Musik zu bezahlen und Musik & Kreativität nicht als etwas selbstverständliches betrachten.

Prinzipiell sind wir in allen grösseren Netzwerken präsent.

Wollt ihr zum Schluß noch etwas sagen? Was ist euch besonders wichtig?

Vielen Dank an alle Fans/ Freunde und Unterstützer die uns seit nun schon mehr als 10 Jahren die Stange halten und immer wieder Mut und Kraft geben…

Ich bedanke mich, dass ihr euch Zeit für dieses Interview genommen  habt.

Hier findet ihr einen weiteren Artikel über Hella Donna mit noch mehr Infos zu ihrer ihrer Bio und ihren bisherigen Veröffentlichungen:

http://mindestverzehr.de/mag/2015/01/hella-donna-x-ray-single-voe-23-01-2015-2/

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